Na ganz einfach, denn unsere Ernährung in den westlichen Industrienationen verursacht rund 15% des CO²- Ausstoßes, eines der bedeutendsten Treibhausgase also. Aber auch durch Methangas (aus Rindermägen und faulenden Pflanzenresten), der Energieverbrauch bei der Produktion von Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln, giftige Rückstände aus der Produktion von Agrarchemikalien aller Art tragen zum Treibhauseffekt bei.
Im Folgenden ein paar Grundlagen: (gefunden bei: www.lesabot.org)
Pflanzliche vs. tierische Lebensmittel: Die bei weitem schlechteste Klimabilanz haben Lebensmittel tierischer Herkunft. Um Milch, Fleisch oder Eier zu produzieren, ist das Mehrfache an Energie, Ackerfläche und Dünger nötig wie bei der Produktion einer Gemüsemahlzeit mit gleich hohem Kaloriengehalt. Ein Kg Methangas aus den Rindermägen ist 23 x so klimaschädlich wie ein kg CO² . Die Futtermittel für unsere Tiere kommen häufig aus Südamerika, vor allem Soja, und wird über weite Strecken nach Europa transportiert. Für den Futteranbau werden immer wieder neue Regenwälder abgeholzt und verbrannt, und auch dadurch erwärmt sich die Atmosphäre schneller.
Konventionelle vs. Biologische Landwirtschaft: Bio-Produkte haben grundsätzlich eine günstigere CO²-Bilanz.Grund hierfür ist der Verzicht auf chemische Düngemittel, deren Produktion sehr energieaufwändig ist.
CO² in g/kg Lebensmittel: konventionelle Herstellung <> biologische Landwirtschaft
Kartoffeln (frisch) : 200 <> 150
Tomaten (während d.Saison): 350 <> 250
Brot: 750 <> 650
Regionale Produkte vs. Produkte mit langem Transportweg: Lange Transporte erhöhen den CO²-Ausstoß natürlich. Aber auch der Ausbau von Verkehrswegen (Flüssen, Straßen, Flughäfen, Eisenbahnlinien) belastet und zerstört die Umwelt.
CO²-Anteil für Treibstoffverbrauch in g/kg Ware
Aus der Region: >>>>>> > 230 g
Aus Europa: >>>>>>>>>> 460 g
Von Übersee (Schiff)>>>>> 570 g
Von Übersee: >>>>>>> 11.000 g
Frische vs. Industriell gefertigte Produkte: Frisches, tiefgekühltes und Konserven-Gemüse hat eine CO²-Bilanz von jeweils 150, 400 und 500 g pro kg. Die industriellen Verarbeitungsschritte machen ein Produkt in der Regel klimaschädlicher. Daher sind frische Produkte besser als verarbeitete.
Saisonale Produkte vs. Produkte aus Kühl- und Treibhaus: Im Frühjahr gibt es z.B. Äpfel aus Deutschland, die über den Winter in Kühlhäusern eingelagert werden. Der Unterschied in der Klimabilanz zu frischen Äpfeln, die mit dem Schiff aus Neuseeland kommen, ist nur gering. So stellt sich die Frage, ob es überhaupt unbedingt nötig ist, außerhalb der Saison Gemüse zu essen, welches in Kühlhäusern gelagert oder in beheizten Gewächshäusern angebaut werden muss. Hier ein Beispiel für Tomaten:
CO² in g/kg Tomaten:
Ökologischer Anbau im heimischen Gewächshaus, beheizt, außerhalb der Saison: 9200
Flugware von den Kanaren: 7200
Konventioneller Anbau in der Region während der Saison im nicht beheizten Gewächshaus: 2300
Freiland-Tomaten aus Spanien: 600
Konventioneller Anbau in der Region während der Saison: 85
Ökologischer Anbau in der Region während der Saison: 35
Umweltbelastung verringern beim Kochen heißt den Energieverbrauch mindern und die Schätze unserer Erde zu schonen: Garen möglichst in Töpfen und Pfannen mit Deckeln! Bei Elektroplatten die Hitzezufuhr frühzeitig reduzieren und mit der Restwärme kochen. - Habt ihr noch weitere Tipps?