Unterstützung von JUGEND HILFT

19. Februar 2010

Im letzten Jahr konnten wir mit einem Betrag von 2500 Euro zusätzlich das Instituto La Cuculmeca unterstützen. Dieses Geld stiftete der Verein CHILDREN für die Lehrergehälter. Herzlichen Dank!!!

Insgesamt konnten wir sage und schreibe runde 11000 Euro überweisen und damit den 320 Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule den Schulbesuch ermöglichen. Allen die dazu beigetragen haben unser allerherzlichster Dank!

Wenn die Erde nicht mehr dein Zuhause ist - sage mir, wo lebst Du dann? Si la tierra ya no es tu casa -dìme donde tu vives?

18. November 2008

Liebe Freunde und Interessierte,

es hat an Zeit gefehlt um diesen blog weiter zu entwickeln. Wir lassen ihn noch bis Oktober 2010 im Netz und suchen derweil nach einer für uns besser zu realisierenden Darstellung unserer Aktivitäten im Internet. Que les vaya bien.

Sybille

Mein ökologischer Fußabdruck

30. Oktober 2008

Am 20.September machten wir zum Einstieg in die Arbeit an unserem Mural einen Workshop mit Henning Wiltz vom Wuppertal Institut zum Thema “Mein ökologischer Fußabdruck”. Hier ein kurzer Abriss darüber, was damit gemeint ist:

Ökologischer Fußabdruck

“Die ökologische Krise wird … früher oder später das Wohlergehen und die Entwicklung aller Nationen gefährden”, warnte WWF-Naturschutzdirektor Christoph Heinrich. Verantwortlich dafür seien neben dem stark steigenden Ressourcenverbrauch vor allem die weltweite Entwaldung, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung. “Mehr als drei Viertel der Menschheit leben mittlerweile in Ländern, die ökologische Schuldner sind - das heißt, der nationale Konsum übersteigt die Biokapazität des Landes”, so James P. Leape, Generaldirektor von WWF International.
Deutschland steht bei diesem “ökologischen Fußabdruck” im internationalen Vergleich auf Rang 30. Damit liegt es hinter Großbritannien, Frankreich und Österreich, aber deutlich über dem globalen Mittelwert. Deutschland gehört somit zu den 50 “ökologischen Schuldnern” auf der Welt. Den größten “Fußabdruck” haben die USA und China. Der ökologische Fußabdruck ist eine komplexe Messgröße für die Inanspruchnahme von Ökosystemen und Arten. Er errechnet sich aus einer Reihe Angaben zur Lebensweise und zum Lebensstandard eines Menschen. Würden alle Menschen den derzeitigen westlichen Standard haben, bräuchten wir auf Dauer drei bis vier Erden um  die Regenerationsfähigkeit unseres Planeten nicht überzustrapazieren.
Bis 2020 müsse vor allem im Energiesektor eine Trendwende eingeleitet sein, denn die Energieproduktion durch die Verbrennung von Öl, Kohle und Erdgas habe 2005 fast 45 Prozent des weltweiten ökologischen Fußabdrucks ausgemacht, erläuterte der WWF. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr Energieeffizienz in Industrie, Gebäuden und Verkehr sowie der stufenweisen Schadstoff-Reduzierung fossiler Brennstoffe durch mehr Kohlendioxidabscheidung und - speicherung sei es jedoch bis 2050 möglich, den weltweiten Energiebedarf zu decken und zugleich den CO2-Ausstoß um 60 bis 80 Prozent zu reduzieren, heißt es im WWF Climate Solutions Model. (dpa, 30.10.2008)
Wir haben im Workshop einmal gerechnet, wie hoch der Ressourcenverbrauch eines typischen ‘Nicas’ ist und wie hoch der von uns selbst. Dreimal dürft ihr raten: Wir waren ganz schön erschrocken, dass wir auf jeden Fall heftig mit am Planeten Erde knabbern, während unsere Freunde aus Jinotega noch gute Reserven haben. - Aber möchten wir denn wieder auf Autos, große und warme Wohnungen, PCs, Fernseher und Handys verzichten? Sollen sie darauf verzichten? Was ist zu tun? Was nützen uns tolle Projekte für Frieden, soziale Gerechtigkeit, Bekämpfung des Hungers und der Armut, wenn der Klimawandel sich zur Klimakatastrophe auswächst? - Viele, viele Fragen und noch keine Antworten. Und das drücken wir auch mit unserem Mural aus.
CO²-Rechner gibt es im Internet, zum Beispiel bei:
http://www.lfu.bayern.de
Allerdings muss man ein bisschen kritisch prüfen, welche Kriterien die Rechner berücksichtigen und wie sie gewichtet werden.

“So habe ich es erlebt…….” - Kommentare von Mit-MalerInnen, Gastfamilien, Freunden….

30. Oktober 2008

Christa Klemens, Gastmutter von Julio und Aníbal:

 

Mural

 

Mit welcher Begeisterung sowohl die Nicas als auch die Solinger Schüler an dem Wandmalprojekt gearbeitet haben, kann nur ermessen, wer es erlebt hat. Trotz unglaublich viel viel Regen waren alle unermüdlich Tag für Tag mit größter Konzentration bei der Sache. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Nicht nur die künstlerische Ausführung, sondern auch die Aussagekraft ist gelungen. Jeden Tag, wenn ich meine Tochter Sarah von der Schule abhole, mahnt mich das Mural, den „Goldenen Wasserhahn“ nicht zu weit aufzudrehen!

Schade nur, dass es nicht an einer zentraleren Stelle ist, dann könnte diese Botschaft eine breitere Masse erreichen.

Familie Klemens mit Julio Cesar und dann noch mit Aníbal

30. Oktober 2008

Hola amigos,

 

es war eine wunderschöne Zeit mit „unseren“ Nicas.

 

Alles begann eigentlich ganz harmlos.  Wir hatten beschlossen, ein Gastkind aufzunehmen unter dem Gesichtspunkt, dass wir genügend Platz zur Verfügung hatten. Aber was dann daraus wurde, konnten wir alle nicht einmal ansatzweise ahnen.

 

Bei uns zu Gast waren Julio, 17 Jahre alt, und Anibal, 22 Jahre alt. Und obwohl wir alle kein Spanisch konnten und die Verständigung zunächst ein wenig holprig war, wurde es von Tag zu Tag besser, bis es überhaupt kein Problem mehr war. Unsere Gespräche dauerten bis in die späten Abendstunden, oftmals bis zum frühen Morgen,  begleitet von Gitarre und Gesang. Wie wir das fertig gebracht haben, weiß ich nicht, aber es ist nicht gelogen, wenn ich Euch sage, dass wir unermüdlich wie ein Wasserfall miteinander geredet haben und wir uns gegenseitig bestens verstanden haben.

 

Wir haben viel über unsere Gastkinder erfahren und es hat uns sehr nachdenklich gemacht, festzustellen, mit wie wenig -  materiell gesehen - wir unseren Jungs eine Freude machen konnten. Wir haben zurückgefunden zu einfachen Spielen wie „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Memory“ und ganz wichtig war die Zeit, die wir einander geschenkt haben an den Nachmittagen und Abenden, wo wir erzählt, gesungen, gelacht und getanzt haben.  Uns  wurde von Seiten der Nicas eine solche Zuneigung entgegengebracht, dass uns nichts anderes übrig blieb, als unser Herz an sie zu verlieren. Wir waren sehr traurig, als die Zeit zu Ende ging und die Nicas uns verlassen mussten. Es war eine einmalige, unglaublich schöne Erfahrung.

 

Ich kann allen nur wünschen, auch eine solche Erfahrung zu machen. Nicht die Nicas, sondern wir wurden reich beschenkt durch ihren Besuch.

 

Christa Klemens

Wer ist denn so mutig….

23. Oktober 2008

und nimmt für drei Wochen einen wildfremden Menschen bei sich auf? Einen, der eine andere Sprache spricht, nicht weiß wie man die Dusche auf die gewünschte Temperatur einstellt und womöglich noch nie ein Butterbrot gegessen hat? - Na, guckt mal rein, wer da alles so mutig war und welche Erfahrungen sie gemacht haben, die Lenz und Teppers, Wöllners und Dörners, Rapp und Klemens, Streichardts und Firouzkhah, Wagenknechts, Soffel und Arians.

Klimawandel und Katastrophenschutz - Szenarien und Gegenmaßnahmen

22. Oktober 2008

Dr.Klaus Strehlau, Leiter des Stadtdienstes Natur und Umwelt in Solingen, hielt am 25.09.08 in der Volkshochschule Solingen das Impulsreferat für einen Informations- und Diskussionsabend, der recht gut besucht war. Über den eingefügten Link zur Seite des Fördervereins Solingen-Jinotega ist die Präsentation abzurufen, die seinem Referat zugrunde lag:

http://www.solingen-jinotega.de/Downloads/Klimawandel.pdf

Zusätzlich findet ihr hier eine PPT von Germanwatch, die jedem ein außerordentlich gutes Basiswissen bietet:

Die Millenniums-Entwicklungsziele und der globale Klimawandel

20. Oktober 2008

Klima und Ernährung - wie hängt das zusammen?

11. Oktober 2008

Na ganz einfach, denn unsere Ernährung in den westlichen Industrienationen verursacht rund 15% des CO²- Ausstoßes, eines der bedeutendsten Treibhausgase also. Aber auch durch Methangas (aus Rindermägen und faulenden Pflanzenresten), der Energieverbrauch bei der Produktion von Düngemitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln, giftige Rückstände aus der Produktion von Agrarchemikalien aller Art tragen zum Treibhauseffekt bei.

Im Folgenden ein paar Grundlagen: (gefunden bei: www.lesabot.org)

Pflanzliche vs. tierische Lebensmittel: Die bei weitem schlechteste Klimabilanz haben Lebensmittel tierischer Herkunft. Um Milch, Fleisch oder Eier zu produzieren, ist das Mehrfache an Energie, Ackerfläche und Dünger nötig wie bei der Produktion einer Gemüsemahlzeit mit gleich hohem Kaloriengehalt. Ein Kg  Methangas aus den Rindermägen ist 23 x so klimaschädlich wie ein kg CO² . Die Futtermittel für unsere Tiere kommen häufig aus Südamerika, vor allem Soja, und wird über weite Strecken nach Europa transportiert. Für den Futteranbau werden immer wieder neue Regenwälder abgeholzt und verbrannt, und auch dadurch erwärmt sich die Atmosphäre schneller.

Konventionelle vs. Biologische Landwirtschaft: Bio-Produkte haben grundsätzlich eine günstigere CO²-Bilanz.Grund hierfür ist der Verzicht auf chemische Düngemittel, deren Produktion sehr energieaufwändig ist.

CO² in g/kg Lebensmittel: konventionelle Herstellung   <>    biologische Landwirtschaft
Kartoffeln (frisch)  :   200     <>      150
Tomaten (während d.Saison): 350   <>   250
Brot:    750 <>  650

Regionale Produkte vs. Produkte mit langem Transportweg: Lange Transporte erhöhen den CO²-Ausstoß natürlich. Aber auch der Ausbau von Verkehrswegen (Flüssen, Straßen, Flughäfen, Eisenbahnlinien) belastet und zerstört die Umwelt.

CO²-Anteil für Treibstoffverbrauch in g/kg Ware
Aus der Region: >>>>>> >  230 g
Aus Europa: >>>>>>>>>> 460 g
Von Übersee (Schiff)>>>>> 570 g
Von Übersee: >>>>>>> 11.000 g

Frische vs. Industriell gefertigte Produkte: Frisches, tiefgekühltes und Konserven-Gemüse hat eine CO²-Bilanz von jeweils 150, 400 und 500 g pro kg. Die industriellen Verarbeitungsschritte machen ein Produkt in der Regel klimaschädlicher. Daher sind frische Produkte besser als verarbeitete.

Saisonale Produkte vs. Produkte aus Kühl- und Treibhaus: Im Frühjahr gibt es z.B. Äpfel aus Deutschland, die über den Winter in Kühlhäusern eingelagert werden. Der Unterschied in der Klimabilanz zu frischen Äpfeln, die mit dem Schiff aus Neuseeland kommen, ist nur gering. So stellt sich die Frage, ob es überhaupt unbedingt nötig ist, außerhalb der Saison Gemüse zu essen, welches in Kühlhäusern gelagert oder in beheizten Gewächshäusern angebaut werden muss. Hier ein Beispiel für Tomaten:

CO² in g/kg Tomaten:

Ökologischer Anbau im heimischen Gewächshaus, beheizt, außerhalb der Saison: 9200

Flugware von den Kanaren: 7200

Konventioneller Anbau in der Region während der Saison im nicht beheizten Gewächshaus:  2300

Freiland-Tomaten aus Spanien:  600

Konventioneller Anbau in der Region während der Saison: 85

Ökologischer Anbau in der Region während der Saison: 35

Umweltbelastung verringern beim Kochen heißt den Energieverbrauch mindern und die Schätze unserer Erde zu schonen: Garen möglichst in Töpfen und Pfannen mit Deckeln! Bei Elektroplatten die Hitzezufuhr frühzeitig reduzieren und mit der Restwärme kochen. - Habt ihr noch weitere Tipps?

08.10.2008

08. Oktober 2008

Hasta luego. Bis bald! - ???????

Abschiednehmen, wenn es für so lange ist und für die meisten von uns für immer, ist wirklich schwer! So ist es kein Wunder, dass wir alle sehr bedröppelt standen, als die Hektik des Eincheckens vorbei war und unsere neu gewonnen Freunde in Richtung Abflug verschwanden. Plötzlich fühlten wir uns ein bisschen einsam und mochten noch garnicht nach Hause fahren, wo sie uns noch mehr fehlen werden mit ihrem Lachen, ihrem Singen, ihrer Wärme, den so oft strahlenden Augen, und überhaupt!

Wie ist es möglich, dass wir uns in so kurzer Zeit so nah gekommen sind?

“Weine nicht weil der Abschied naht”, sagte Antonio sinngemäß, “Grund zum Weinen hättest du wenn du nicht gekommen wärst”